das Jahr 2009 mit den Auswirkungen der Finanzkrise hat die Wirtschaftsunternehmen weltweit erneut vor Herausforderungen gestellt. Der HOCHTIEF-Konzern bewies jedoch auch vor diesem Hintergrund einmal mehr seine Stärke. Wir konnten die Prognose für den Auftragsbestand noch während des Geschäftsjahres 2009 anheben – der Wert erreichte 35,59 Mrd. Euro. Alle weiteren Ziele, die wir uns gesteckt hatten, haben wir wie angekündigt erreicht beziehungsweise übertroffen: Der Konzerngewinn in Höhe von 195,2 Mio. Euro und das Ergebnis vor Steuern in Höhe von 600,5 Mio. Euro übertrafen jeweils deutlich die Vorjahreswerte (156,7 und 496,9 Mio. Euro nach Anpassung entsprechend IFRIC 15).
Die HOCHTIEF-Aktie gewann aufgrund der Erholung der Weltwirtschaft und der langsamen Entspannung an den Finanzmärkten vor allem in der zweiten Jahreshälfte wieder an Wert. Im Oktober 2009 wurde mit 59,52 Euro der Jahreshöchststand erreicht. Aber auch dieser Wert spiegelt den erfolgreichen Geschäftsverlauf nur unzureichend wider.
HOCHTIEF setzte konzernweit die gute Entwicklung der vergangenen Jahre auch 2009 weiter fort. Dabei profitierten wir insbesondere von den Vorteilen unserer verzahnten Angebotspalette: Mit Leistungen entlang des Lebenszyklus von Infrastrukturprojekten, Immobilien und Anlagen bieten wir unseren Kunden Mehrwert. Das weltweit vernetzte Arbeiten unserer Fachleute sorgt für hohe Effizienz und Qualität – das haben wir mit Aktivitäten unter dem Motto One roof – all solutions auch im Berichtsjahr intern wie extern betont. Gerade in dem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld des Berichtsjahres hat sich deutlich gezeigt, dass unsere Kunden unser Leistungsangebot mit seinem hohen Synergiepotenzial ebenso wie unsere partnerschaftliche Arbeitsweise
schätzen: Neuaufträge und Vertragsverlängerungen in allen Unternehmensbereichen spiegeln das Vertrauen in die Kompetenz von HOCHTIEF wider. Unsere Lebenszyklusstrategie hat sich nachhaltig bewährt. Darüber hinaus erwies sich unser klarer Fokus auf Aktivitäten in wachstumsstarken Märkten, Branchen und Regionen als Erfolgsfaktor. Diese Ausrichtung behalten wir auch in Zukunft bei und blicken optimistisch auf das Jahr 2010.
Für diese Zuversicht sorgt auch unsere starke Finanzbasis. Gerade in der Krise wurde deutlich, wie sehr wir davon profitieren, dass wir in der Vergangenheit stets sehr konservativ geplant und gehandelt haben. Unsere Finanzierung ist langfristig gesichert – das zeigt auch unsere überaus solide Bilanz. Für alle Vorhaben verfügen wir über den erforderlichen Spielraum. Dabei gehen wir weiterhin selektiv vor und investieren wie gewohnt ausschließlich in Projekte, die unseren hohen Renditeanforderungen gerecht werden.
Das Jahr 2009 war wieder ein sehr gutes Jahr für unseren Konzern. In allen sechs Unternehmensbereichen konnten wir 2009 Erfolge verzeichnen. Bei HOCHTIEF Americas erhielten unsere US-Gesellschaften Turner und Flatiron attraktive Aufträge, die für einen guten Auftragsbestand sorgten. Turner konnte seine starke Marktposition ausbauen: Der Marktführer für Bildungs und Gesundheitsimmobilien sowie nachhaltiges Bauen erhielt hochwertige Aufträge in diesen Segmenten, darunter eine Reihe von Schulprojekten in New York im Wert von mehr als 170 Mio. Euro und ein Krankenhaus für das Medical Center der Universität Princeton im Wert von 340 Mio. Euro. Flatiron sicherte sich mehrere Großaufträge, darunter das bislang größte Projekt für die US-Gesellschaft: In einer Arbeitsgemeinschaft entsteht die Port-MannBrücke über den Fraser River im kanadischen Vancouver mit einem Wert von mehr als 1,5 Mrd. Euro. Flatiron profitierte auch vom US-Konjunkturprogramm, etwa beim Auftrag für den Ausbau der Route 905 in San Diego, Kalifornien, mit einem Volumen von 41 Mio. Euro. Und nicht zuletzt verstärkten unsere US-Töchter wie geplant ihre Zusammenarbeit: Die Unternehmen erweitern gemeinsam mit einem Partner den Terminal 2 des San Diego Airports.
Die operativen Einheiten unserer Tochtergesellschaft Leighton erhielten ebenfalls attraktive neue Aufträge und
