Kapitalrenditekonzept Return on Net Assets
- Wertorientierte Strategie auch in kritischem Marktumfeld erfolgreich
- Kapitalkosten erneut deutlich überschritten
- Wertbeitrag mit 224 Mio. Euro auf hohem Niveau
- Steigerung des Unternehmenswerts auch für 2010 erwartet
Controllingkonzept schafft konzernweite Transparenz
Zur Steuerung des Konzerns setzen wir auf ein wertorientiertes Managementsystem. Dabei ist es unser Ziel, den Wert des HOCHTIEF-Konzerns nachhaltig zu steigern.
Unser Kapitalrenditekonzept Return on Net Assets (RONA) macht die Wertsteigerung messbar. Es ist in allen Berichterstattungs- und Planungssystemen der Konzerngesellschaften verankert und gewährleistet somit konzernweite Transparenz. Gleichzeitig bildet es die Basis, um die Wirtschaftlichkeit von Investitionsentscheidungen zu beurteilen. Neben den wertorientierten Kennzahlen sind ergebnis- und cashfloworientierte Größen wesentliche Bausteine unseres Managementsystems.
Um wertorientiertes Handeln zu fördern, ist die erfolgsorientierte Vergütung der HOCHTIEF-Führungskräfte eng an das Erreichen von Wertbeitragszielen gebunden.
Kapitalrenditekonzept RONA
Die zentralen Steuerungsgrößen des Kapitalrenditekonzepts sind der RONA und der Wertbeitrag.
Ein positiver Wertbeitrag und damit eine Steigerung des Unternehmenswerts ergibt sich, wenn der RONA über dem Kapitalkostensatz liegt. Der Wertbeitrag als absolute Größe errechnet sich dabei aus der Differenz zwischen dem RONA und dem Kapitalkostensatz multipliziert mit dem durchschnittlichen Nettovermögen (Net Assets).
Die Renditekennzahl RONA gibt in der Relation erzieltes Ergebnis zu Nettovermögen an, wie erfolgreich sich das Vermögen von HOCHTIEF verzinst hat. Das erzielte Ergebnis (Return) setzt sich aus dem in der Ergebnisrechnung abgeleiteten betrieblichen Ergebnis/EBITA und den Zinserträgen auf das Finanzvermögen zusammen. Das Nettovermögen spiegelt den zu verzinsenden Kapitaleinsatz wider. Das Vermögen kann aktivisch oder passivisch ermittelt werden.
Zur internen Steuerung der Unternehmensbereiche wird das Nettovermögen aktivisch ermittelt. Es berechnet sich ausgehend von der Summe der Aktivseite vermindert um das unverzinslich zur Verfügung stehende Kapital.
Die aktivische Herleitung des Nettovermögens ist sinnvoll, um das operative Geschäft zu beurteilen, da gezielt bilanzielle Ansatzpunkte – wie zum Beispiel Forderungen, liquide Mittel und Verbindlichkeiten – aufgezeigt werden, die durch das operative Management beeinflusst werden können.
Zur Außendarstellung des HOCHTIEF-Konzerns wird das Nettovermögen von der Passivseite der Bilanz hergeleitet. Es lässt sich einfach und transparent aus den veröffentlichten Bilanzdaten durch Addition der verzinslichen Bilanzpositionen Eigenkapital, Pensionsrückstellungen und Finanzverbindlichkeiten ermitteln. Da die RONA-Berechnung auf einer Vorsteuergröße basiert, werden bei der Herleitung des Vermögens die Steuereinflüsse durch eine Korrektur der latenten Steuern eliminiert.
Kapitalkosten*
Der Kapitalkostensatz wird als gewichteter Durchschnitt nach dem WACC-Ansatz ermittelt. Unter Berücksichtigung der einzelnen Berechnungsparameter errechnet sich für den HOCHTIEF-Konzern ein Kapitalkostensatz von zehn Prozent vor Steuern. Die Einflussparameter werden regelmäßig überprüft und bei signifikanten Veränderungen des Marktumfelds angepasst.
