Nach wie vor intensiv beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit dem Unternehmensbereich Europe und hier insbesondere mit der Situation des Hochbaugeschäfts in Deutschland; er hat die getroffenen Restrukturierungsmaßnahmen eng begleitet und sich regelmäßig über die Fortschritte, auch durch das Management von HOCHTIEF Construction selbst, unterrichten lassen. Dabei standen Kapazitäts- und Personalanpassungen sowie die Definition der endgültigen Zielstrukturen bei einer engen Einbindung der Belegschaftsvertretung im Vordergrund. Wesentlich war der Abschluss der verlustträchtigen Altprojekte, die durch Preissteigerungen und Probleme im Nachunternehmerbereich entstanden waren, und die enge Begleitung der Prozesse durch Systeme für Risikomanagement und Controlling.
Unter Wettbewerbsgesichtspunkten und vergleichend hat sich der Aufsichtsrat, wie auch in den Vorjahren, mit den europäischen Baumärkten beschäftigt und über den Ausbau des Direktgeschäfts in der Golfregion unterrichten lassen.
Im Unternehmensbereich Services, der durch eine Neugründung aus HOCHTIEF Facility Management und HOCHTIEF Energy Management entstand, hat sich der Aufsichtsrat detailliert mit dem Leistungsspektrum des Unternehmensbereichs, den wesentlichen wirtschaftlichen Kennzahlen und den strategischen Projekten befasst. HOCHTIEF Services ist dabei erster Ansprechpartner für Unternehmen bei komplexen Outsourcing-Entscheidungen. Themen der Beratungen waren darüber hinaus die Konsolidierung und der Margendruck in einem sich oligopolistisch entwickelnden Markt mit der Notwendigkeit einer Differenzierung hin zum technischen Gebäudemanagement sowie der Ausbau des internationalen Geschäfts.
Der Aufsichtsrat hat sich zudem die Entwicklung der "Claims and Variation Orders" im Konzern regelmäßig vortragen und
Der Aufsichtsrat hat die Weiterentwicklung der Corporate Governance bei HOCHTIEF regelmäßig behandelt. Darüber berichtet der Vorstand zugleich auch für den Aufsichtsrat gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex im nachfolgenden Kapitel. Anlässlich der Neufassung des Kodex wurden die Geschäftsordnungen für den Aufsichtsrat und den Prüfungsausschuss ergänzt.
Der Aufsichtsrat hat fünf Ausschüsse gebildet. Ihre Mitglieder sind im Kapitel "Gremien" namentlich aufgeführt. Der Prüfungsausschuss tagte 2008 dreimal. Er befasste sich intensiv mit den Quartalsergebnissen und Jahresabschlüssen. Auch die Prüfungsfeststellungen der internen Revision und die Prüfungsplanung für 2009 nahmen breiten Raum ein. Darüber hinaus beriet der Ausschuss über die Organisation der Compliance im HOCHTIEF-Konzern, die Geschäftsmodelle einzelner Unternehmensbereiche und Aspekte des internen Kontrollsystems. Gegenstand der Beratungen waren im Übrigen der Wahlvorschlag für den Abschlussprüfer an die Hauptversammlung, die Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und die Honorarvereinbarung mit dem Abschlussprüfer.
Der Personalausschuss trat dreimal zusammen. Er befasste sich im Wesentlichen mit dem Vergütungssystem und der Höhe der Vorstandsbezüge. Außerdem bereitete er die Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vor und fasste die für die Anstellungsverträge der Vorstandsmitglieder erforderlichen Beschlüsse.
Der Nominierungsausschuss hat im Berichtsjahr zweimal getagt und dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung im Mai 2008 geeignete Kandidaten vorgeschlagen.
Der für einen Zeitraum von einem Jahr gebildete "Ad-hoc- Ausschuss" hat während seines Bestehens bis zum 26. Februar 2008 nicht mehr getagt.



